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Direkt einsatzfähige 3D-Druckbauteile mit extrem hoher Homogenität in alle Richtungen.

CLIP-Verfahren

CLIP – Continuous Liquid Interface Production

Direkt einsatzfähige 3D-Druckbauteile mit extrem hoher Homogenität in alle Richtungen.

StartLeistungenProduktionAdditive ManufacturingCLIP-Verfahren

CLIP – Continuous Liquid Interface Production

Seit Anfang Oktober 2018 steht in unserem Hightechpark auch ein CLIP Drucker der Firma CARBON3D. Nicht nur das originelle Design dieses 3D-Druckers ist besonders. Durch das einzigartige Verfahren entstehen äußerst robuste und hochqualitative Kunststoffbauteile mit einer enorm hohen Materialhomogenität in alle Richtungen. 3D-gedruckte Bauteile weisen damit erstmals eine Qualität wie Bauteile aus dem kostenintensiven Spritzgussverfahren auf.

Ein bisschen Science Fiction: Das besondere Verfahren

Wie von Zauberhand oder aus einem Science Fiction-Film „wachsen“ einfache oder auch sehr komplexe Formen und Objekte in unserem neuen CLIP-Drucker quasi aus dem Nichts. Von außen sieht es zumindest genauso aus. Blickt man hinter die Kulissen, lässt sich dieser beeindruckende Vorgang wie folgt erklären:

Das CLIP-Verfahren (Continuous Liquid Interface Production) nutzt sowohl die Vorteile der lichtbasierten als auch der wärmebasierten konventionellen 3D-Druckverfahren. Der Erzeugungsprozess beginnt in einem Behälter, der befüllt ist mit photosensitivem Kunstharz. Der Boden des Behälters ist UV-lichtdurchlässig. Ein UV-Lichtstrahl projiziert die 3D-Druckdaten als Schnittfläche von unten auf den Boden. Das flüssige Harz wird an Stellen durch den UV-Lichtstrahl ausgehärtet und gleichzeitig von einer Plattform kontinuierlich nach oben gezogen. Eine sauerstoffdurchlässige Membran verhindert, dass sich das Harz am Boden des Behälters ablagert und polymerisiert. So wächst das gewünschte Bauteil stufenlos „am Stück“, ohne sogenannte isotropische Schwachstellen, die beim schichtweisen 3D-Druckverfahren entstehen. Weil die Bodenfläche gleichzeitig bestrahlt wird und nicht durch einen punktuellen, wandernden UV-Strahl aushärtet, entsteht ein enormer Zeitvorteil. Objekte entstehen so bis zu 100 mal schneller als in allen anderen 3D-Druckverfahren.

Der Vergleich

Konventionelle 3D-Drucker nutzen licht- oder wärmebasierte Verfahren zur schichtweisen Erzeugung von Kunststoffbauteilen. Durch den schichtweisen Auftrag der synthetischen Polymere und das Aushärten durch UV-Licht oder Wärme, weisen Bauteile in konventionell erzeugten 3D-Druckverfahren eine Instabilität in die Richtung der Schichten auf, die sogenannte z-Richtung. Werden die Bauteile beispielsweise in der anschließenden Montage in ihre z-Richtung belastet, besteht die Gefahr, dass sie brechen. Dieser Nachteil einer niedrigeren Isotropie des Materials wird im CLIP-Verfahren umgangen.

Enorme Materialvielfalt

Die Materialauswahl für den CLIP-Drucker ist enorm. Sie deckt unterschiedliche Ansprüche an Steifigkeit, Temperaturbeständigkeit, Stoß- und Reibungsresistenz, Elastizität und Genauigkeit ab. Konkret stehen Kunststoffe wie Urethan Methacrylat, EPX Epoxy, flexibles oder stabiles Polyurethan, elastomerisches Polyurethan, Cyanat Ester und Silikon-Urethan zur Auswahl.

Einsatzbereiche

Unser CLIP Drucker von CARBON3D steht ab sofort für Kundenaufträge bereit. Vor allem für Kleinserien und Serien empfiehlt sich diese Technologie hinsichtlich der Zeit- und Kosteneffizienz besonders. Hochqualitative Bauteile können ganz ohne – wie im Spritzgussverfahren übliche – Werkzeugkosten hergestellt werden. Hinsichtlich der Branchen, die wir mit CLIP-gefertigten Bauteilen beliefern können, gibt es keine Einschränkungen.

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