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Flexibilität und Individualität als Erfolgsfaktoren.

Montage

Montage

Flexibilität und Individualität als Erfolgsfaktoren.

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Als Montage bezeichnet man in der industriellen Fertigung nach VDI 2860 die Gesamtheit aller Vorgänge für den Zusammenbau von Körpern mit geometrisch bestimmter Form

Die wesentlichen Teiloperationen eines Montageprozesses sind:

  • Fügen (Verschrauben, Nageln, Schweißen, Kleben, Löten, Einclipsen)
  • Handhaben (greifen, legen, umdrehen, bewegen, sichern, kontrollieren)
  • Prüfen
  • Justieren (z. B. Einstellen)
  • Hilfsoperationen (z. B. reinigen, erwärmen oder kühlen für Pressverbindungen, entgraten, auspacken, abdichten, ölen, …)

Die Montage bildet neben den Bereichen Arbeitsvorbereitung und Teilefertigung einen Teil des Produktionssystems eines Industriebetriebes.

Dabei werden technologisch und konstruktiv ähnliche oder sogar gleichartige Produkte, Einzelteile oder Baugruppen zeitlich zusammenhängend in begrenzten Stückzahlen auf den jeweils gleichen Fertigungsanlagen hergestellt. In der Regel erfolgt dies im Wechsel mit anderen Erzeugnissen. Bei der Montage kommt vor allem die Fließfertigung in Handarbeit zum Einsatz.

Flexibilität und Individualität als Erfolgsfaktoren

Auch wenn die eigentliche Montage bzw. Herstellung im Fokus steht, so darf hierbei dennoch keinesfalls die Logistikverkettung und die Abstimmung vernachlässigt werden. Gerade wenn die Fertigung und die anschließende Lieferung Just-in-Time erfolgen muss, ist eine enge Kommunikation zwischen Auftraggeber und uns als Lieferant unabdingbar. Es reicht in den meisten Fällen nicht, dass der Informationsaustausch per Datenleitung erfolgt. Vielmehr muss bei der Ausführung der Fertigungsarbeiten auch immer das dazugehörige Zeitfenster und vergleichsweise kurzfristige Volumen- und Terminänderungen berücksichtigt werden. Daher muss das jeweilige Built-to-order-Unternehmen – aufgrund einer knappen Taktung – jederzeit auch in der Lage sein, quasi „auf Zuruf“ zu reagieren. Denn nur diese Handlungs- und Reaktionsschnelligkeit ermöglicht es letztendlich, auf kurzfristige Produktionsänderungen oder -unterbrechungen und logistische Probleme zu reagieren.

Auf einen Blick: Die Vor- und Nachteile der Montage

Wie auch andere Fertigungsprozesse weist die Montage Vorteile sowie auch Problemstellungen bzw. Nachteile auf. Die Vorzüge der Serienfertigung im Einzelnen:

  • Vergleichsweise einfachere Fertigung eines Produkts, da die Abläufe während einer Serie gleich sind.
  • Produkte verfügen durch die Fertigung in Serie über eine höhere Qualität, da die Abläufe innerhalb einer Modellreihe gleich bleiben.
  • Je nach Ausführung und Art des Produkts kommen die gleichen Produktionsprozesse zum Einsatz.
  • Die Materialbeschaffung ist kostengünstiger, da oftmals in großen Stückzahlen geordert werden kann.
  • Die Serienfertigung bietet eine hohe Produktivität, verfügt über lediglich kurze Durchlaufzeiten und weist tendenziell geringe Lagerkosten auf.
  • Es kommt in vielen Fällen zu einer Fixkostendegression, bei der die Stückkosten sinken.
  • Da auch eine Typisierung und Normung möglich ist, verfügt die Montage über ein sehr hohes Rationalisierungspotenzial.
  • Es können spezielle Kundenwünsche realisiert werden.

Die Nachteile bzw. Problemstellungen der Montage im Einzelnen:

  • Anpassungen zum Beispiel an Marktänderungen oder an besonderen Spezifika sind in der Regel aufgrund der Umstellungsaufwendungen mit hohen Rüstkosten verbunden.
  • Sollen nacheinander mit derselben Maschine gefertigte Produkte gleichzeitig abgesetzt werden, können die Lagerkosten mitunter stark steigen.
  • Für die Anschaffung einer Fertigungseinrichtung für die Serienfertigung wird ein hoher Kapitalbedarf benötigt.
  • Um auch tatsächlich eine bestimmte Produktionsmenge kostengünstig zu fertigen, muss die jeweils optimale Losgröße bestimmt werden.

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